Diese Seite dient der besseren Vorbereitung für die Zeit nach dem Eingriff. Sie erhalten nach dem Eingriff mündlich und schriftlich individuelle Ratschläge für die Tage danach.
Da eine eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit besteht, sollten Sie am Operationstag möglichst kein Kraftfahrzeug selbstständig steuern. Eine erhebliche Beeinträchtigung besteht vor allem in den ersten zwei Stunden nach dem Eingriff. Aber auch in den Tagen danach kann die Reaktionsfähigkeit durch die Einnahme von Schmerzmitteln beeinträchtigt werden.
Die Wunde im Mund braucht wie jede chirurgische Wunde Ruhe! Vor allem Reden bedeutet Unruhe für die Wunde. Ein halbstündiges Telefonat kann den Nutzen aller Medikamente zunichte machen. Schonen Sie aber auch Ihren ganzen Körper. Legen Sie sich ins Bett, möglichst mit erhöhtem Oberkörper, meiden Sie körperliche Belastung, verbringen sie notfalls den Tag vor dem Fernseher oder PC  – meiden Sie bitte jede Belastung. Wir wissen, dass dies bei vielen Patienten sehr schwierig einzuhalten ist, gerade bei Hausfrauen mit Kindern sehen wir vermehrt Entzündungen.
Die Wangenschwellung kann durch feuchtkalte Wangenauflagen der operierten Seite (kalter Umschlag, Plastikbeutel oder Wärmflasche mit Eiswürfeln bzw. Waschlappen mit Kühlelementen) wirkungsvoll vorgebeugt werden. Auch nach Auftreten der Schwellung bringt die Kühlung eine Linderung der Beschwerden.
Falls ein Aufbisstupfer gelegt wurde, so kann dieser nach etwa 60 Minuten wieder entfernt werden.
Die Schwellung tritt meist nicht sofort auf, sondern verstärkt sich gleichmäßig oder in Sprüngen bis zum zweiten Tag nach dem Eingriff. Danach geht die Schwellung kontinuierlich wieder zurück. Am ersten und zweiten Tag nach der Operation wird die Mundöffnung deutlich eingeschränkt sein. Der Zeigefinger sollte zwischen die Zahnreihen zu stecken sein. Bei Eingriffen am Oberkiefer schwillt die Wange häufig bis zu den Augenlidern an. Durch das Einfließen von Blut in das weiche Wangengewebe kann es zu zeitweiligen Hautverfärbungen wie beim Bluterguss kommen. Diese bilden sich innerhalb von etwa einer Woche zurück.
Falls ein Gazestreifen gelegt wurde, muss dieser morgen – spätestens übermorgen entfernt werden. Oft wird aber ein grüner Gummistreifen gelegt. Dieser wird erst nach ca. 1 Woche mit den Nähten entfernt.
Reduzieren Sie bitte oder noch besser verzichten Sie – am Operationstag und zwei Tage danach auf Kaffee, Alkohol, Milch und Nikotin! Besonders das Rauchen hat einen sehr schlechten Einfluss auf die Wundheilung.
Ebenso sollten Sie in dem operierten Bereich für eine Woche nicht mit der Zahnbürste die Zähne putzen. Hilfreich wäre es den Finger auf den operierten Bereich zu legen, um diesen zu schützen.
Weiterhin keine Nahrungsaufnahme vor Abklingen der örtlichen Betäubung. In den ersten 2 bis 3 Tagen nur flüssige ggf. weiche Kost, damit keine festen Nahrungsbestandteile in die Wunde gelangen.
Weiterhin unterstützen Vitaminpräparate wie Vitamin C Brausetabletten täglich oder hoch dosierte Multivitamin Brausetabletten, namhafte wissenschaftliche Autoren empfehlen sogar über 1000 mg Vit. C) für eine zügige Wundheilung, da die sonst vorzuziehende vitaminreiche Kost in diesen Tagen schwerer zu gewährleisten ist.
Nehmen Sie am Operationstag und einen Tag danach nur flüssige Kost mit einem dicken Strohhalm zu sich.
(z.B. Astronautenkost von der Drogerie oder Apotheke). Der Saugeffekt unterstützt die Wundheilung. (siehe: Aussaugen von Wunden am Arm).
Am dritten postoperativen Tag ist die Schleimhaut so weit verklebt, dass Sie breiige Kost zu sich nehmen können (z.B. Alete Kindernahrung oder andere passierte Speisen). Nach 7 Tagen ist die Wunde so weit geheilt, dass in der Regel normale Nahrung aufgenommen werden kann.
Am ersten Tag nach dem Eingriff nicht spülen, am nächsten Tag Mundpflege mit lauwarmen Wasser, Kamillen- oder Salbeitee. Ab dem 3. Tag vorsichtiges Zähneputzen und weiterhin intensive Mundhygiene.Nachblutungen kommen häufig vor und sind nicht selten mit Absicht in Kauf genommen worden, um das entzündliche Wundsekret abfließen zu lassen Sickerblutungen färben den natürlichen Speichel intensive an und erwecken so den Eindruck einer größeren Blutung. Diese kann jedoch in der Regel gestoppt werden, indem man auf ein sauberes Stofftaschentuch über der Wunde beißt. Nach etwa 30 Minuten Druck auf der Wunde sind in der Regel die Blutung kaum mehr vorhanden.
Habe ich Sie auf die Eröffnung der Kieferhöhle hingewiesen, so rinnt hin und wieder Blut aus der Nase. In diesem Fall bitte nicht schnäuzen, auch wenn es unangenehm ist. Schnäuzen könnte die Wunde aufdehnen und die Luft in die Weichteile pressen.
Der Wundschmerz wird von den meisten Patienten am unangenehmsten empfunden. Dieser tritt nicht sofort auf, sondern erst nach einer Stunde bis Tagen. Nehmen Sie dann bitte das Schmerzmittel ein. Das Ablehnen dieser Tabletten auch bei deutlichen Schmerzen erscheint mir  wenig sinnvoll . Einige Autoren postulieren sogar die frühzeitige Schmerzmitteleinnahme nach dem Motto: „Das Gehirn soll sich gar nicht erst auf diese Region konzentrieren“